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Wohnungsnachfrage

​​​​​​Vielfältige Wohnungsmärkte zwischen Wachstum und Schrumpfung

Abbildung 8: Bevölkerungsentwicklung von 2013 bis 2018

Die Wohnungsmärkte zeigen sehr unterschiedliche Entwicklungstrends. Wachsende Städte und Regionen erleben durch hohe Wanderungsgewinne eine stark wachsende Nachfrage nach Wohnraum. Wohnungsengpässe mit steigenden Wohnungsmieten und Immobilienpreisen sind die Folge. Die Schaffung von mehr Wohnraum ist hierbei eine wichtige Maßnahme (vgl. Abbildung 3).

Andere Städte und vielfach ländliche Regionen in verschiedenen Teilräumen Deutschlands sind hingegen von Bevölkerungsverlusten geprägt. Dies führt zu Wohnungsleerständen (vgl. Abbildung 7), steigenden einwohnerbezogenen Kosten für die öffentliche Infrastruktur sowie einer Ausdünnung von Versorgungseinrichtungen. Anteilsmäßig besonders viele Leerstände gibt es in Städten und Landkreisen in Ostdeutschland, die Quoten von über 10 Prozent erreichen.

 

Viele Großstädte und ihr Umland wachsen deutlich

Abbildung 9: Bevölkerungsentwicklungen und Wanderungen 2000 bis 2017

Die Bevölkerungszahlen steigen im Wesentlichen in großen Städten und Universitätsstädten. Ursächlich dafür ist die Zuwanderung aus dem In- und Ausland. Auch der Saldo aus Geburten und Sterbefällen folgt in vielen Großstädten seit Jahren einem positiven Trend. Die Bevölkerung der kreisfreien Großstädte wuchs in den letzten zehn Jahren um 1,6 Millionen Einwohner (+7,0 Prozent). In vielen Großstädten liegt das an der Zuwanderung aus dem Ausland. Die Binnenwanderungssalden sind in einigen Großstädten wie München, Frankfurt am Main und Dresden wegen steigender Fortzüge ins Umland negativ. Andere Großstädte wie Potsdam, Leipzig, Köln und Salzgitter wachsen durch vermehrte Zuzüge, besonders aus dem Inland. Die Bevölkerungsverluste in ländlichen Räumen konnten durch die Außenzuzüge verringert werden.

 

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