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Bauvolumen und Kapazitätsauslastung

Bauvolumen höher als Bundeshaushalt – Wohnungsbau dominiert

Abbildung 1: Bauvolumen in Deutschland 2019 (Prognose)

Nach vorläufigen Berechnungen des DIW Berlin weist der Wohnungsbau mit 57 Prozent den weitaus höchsten Anteil am Bauvolumen im Jahr 2019 auf, gefolgt vom Wirtschaftsbau und dem öffentlichen Bau. Aufgrund des Aufschwungs am Wohnungsmarkt hat diese Dominanz in den letzten Jahren zugenommen. Innerhalb des Wohnungsbaus überwiegen mit 68 Prozent nach wie vor Baumaßnahmen an bestehenden Gebäuden. Dabei handelt es sich um Um- und Ausbaumaßnahmen sowie Modernisierungen und Instandsetzungen an vorhandenen Gebäuden. 32 Prozent der Wohnungsbauinvestitionen entfielen 2019 auf den Neubau von Wohnungen. Das sind 7 Prozentpunkte mehr als zu Beginn des Jahrzehnts.

 

Historisch hohe Auslastung der Bauwirtschaft verringert sich leicht

Abbildung 2: Auslastungsgrad in Bauwirtschaft und Baugewerbe 2013 bis 2019

Der Auslastungsgrad nimmt vor allem seit 2015 sowohl im Bauhaupt- als auch im Ausbaugewerbe zu. Im Bauhauptgewerbe liegt das langjährige Mittel bei 66 Prozent. 2018 bewegte sich der Auslastungsgrad bei gut 80 Prozent und überstieg damit selbst die bisherigen Höchststände des durch die Wiedervereinigung ausgelösten Baubooms in den 1990er-Jahren.

2019 ist der Auslastungsgrad im Baugewerbe leicht gesunken. Während im Ausbaugewerbe zum Ende des Jahres wieder leicht zunehmende  Auslastungsgrade festzustellen sind, ist der Auslastungsgrad im Bauhauptgewerbe nach einem zwischenzeitlichen Höchststand auf das Niveau von 2016 zurückgegangen.

 

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