Zum Inhalt springen

Informationen in leichter Sprache

1.    Wichtige Infos zum Wohnen

 
Das Angebot an Wohnungen in Deutschland ist unterschiedlich.
Und die Nachfrage nach Wohnungen in Deutschland ist unterschiedlich.
Oft entscheidet die Lage von der Wohnung:
Es gibt von Ort zu Ort große Unterschiede.

 

Warum gibt es diese Unterschiede?
Einige Orte sind bei vielen Menschen beliebt.
Viele Menschen möchten dort eine Wohnung haben.
Dann ist die Nachfrage nach Wohnungen hoch.
Und das Angebot an Wohnungen ist klein.
            Das heißt: Es gibt dort wenig freie Wohnungen.
Deshalb haben diese Wohnungen einen hohen Preis.
Die Miete ist hoch.

 

Andere Orte verlieren Einwohner.
Zum Beispiel auf dem Land.
Manche Menschen möchten nicht an diesen Orten wohnen.
An den Orten gibt es vielleicht wenig Arbeits·plätze.
Oder es gibt wenig Möglichkeiten für die Freizeit.
Dann ist die Nachfrage nach Wohnungen gering.
Und das Angebot an Wohnungen ist hoch.
            Das heißt: Es gibt dort viele freie Wohnungen.
Deshalb haben diese Wohnungen einen niedrigen Preis.
Die Miete ist geringer.

 

Wie hat sich die Anzahl von den Wohnungen in den letzten 10 Jahren entwickelt?
Die Anbieter von Wohnungen haben mehr gebaut.
Im Jahr 2009 hat es sehr wenig neue Wohnungen gegeben.
Im Jahr 2019 hat es 293 Tausend neue Wohnungen gegeben.
Die Anzahl von neuen Wohnungen ist von Jahr zu Jahr größer geworden.
 
Ein Amt hat im Oktober 2019 festgestellt:
            Ein Mieter ist vor 2015 neu in eine Wohnung eingezogen?
            Dann bezahlt dieser Mieter weniger Miete.
            Ein Mieter ist ab 2015 neu in eine Wohnung eingezogen?
            Dann bezahlt dieser Mieter mehr Miete.
Die hohen Mieten sind ein Problem.
Zum Beispiel in großen Städten.
Oder an Orten mit vielen Arbeits·plätzenund Universitäten.
 
In großen Städten gibt es oft wenig Flächen für neue Wohnungen.
In großen Städten ist der Preis für das Bau·land gestiegen.
Trotzdem bauen die Anbieter jetzt mehr in großen Städten als früher.
Die Situation bei den Wohnungen ist aber immer noch schwierig:
Viele Menschen möchten in große Städte ziehen.

 

2.        Allgemeine Infos zur Wohnraum·offensive

 
Was ist die Wohnraum·offensive?
Fachleute für Wohnen und Bauen haben Maßnahmen vorbereitet.
Der Bund, die Länder und die Städte haben am 21. September 2018 beschlossen:
            Maßnahmen für eine Wohnraum·offensive.
Die Maßnahmen verbessern die Bedingungen zum Bauen von Wohnungen.
 
Dann können die Anbieter mehr Wohnungen bauen.
Was möchte die Wohnraum·offensive erreichen?
Es soll mehr Wohn·raum geben.
Und der Wohn·raum soll nicht zu teuer sein.
Das Ziel sind 1,5 Millionen neue Wohnungen.
Fachleute begleiten nun die Maßnahmen.
Die Wohnraum·offensive denkt an:
Mieter, Eigentümer in der eigenen Wohnung und Geld·geber für Wohnungen.
 
Die Maßnahmen teilen wir in 4 Bereiche auf:
 
(1) Investive Impulse
Der Bund fördert den Neubau von Wohnungen.
Die Bedingungen für bezahlbaren Wohn·raum sollen gut sein.
Investive Impulse sind vor allem Förder·gelder.
Der Bund gibt mehr Geld für den Sozialen Wohnungs·bau aus.
Sozialer Wohnungs·bau ist für bedürftige Menschen.
Der Wohn·raum kostet dann weniger Miete.
Der Bund gibt den Bundes·ländern dafür Geld:
            5 Milliarden Euro haben die Bundes·länder zu Beginn bekommen.
            Und zwischen 2020 und 2024 je 1 Milliarde Euro pro Jahr.
 
Für Familien gibt es in Deutschland das Bau·kindergeld.
Familien mit Kindern bekommen zum Beispiel eine Unterstützung beim Haus·bau oder Haus-kauf.
Die Familie bekommt den Zuschuss unter bestimmten Bedingungen.
Der Bund gibt für das Bau·kindergeld 10 Milliarden Euro aus.
Das Bau·kindergeld ist ein großer Erfolg.
 
Für die Entwicklung der Städte und Dörfer gibt es die Städte·bau·förderung.
Bund und Länder zahlen dafür jedes Jahr 790 Millionen Euro.
Welche Förderung für den Neubau von Wohnungen bietet der Bund noch?
  • Sonder·abschreibungen für den Neubau von Miet·wohnungen:
                Kosten von neuen Miet·wohnungen bei der Steuer angeben.
  • Klima·schutz·programm 2030:
                Förderung für klima·freundliches Verhalten und Klima·schutz.
  • Wohnungs·bau·prämie:
                Bessere staatliche Förderung beim Kaufen von Wohn·eigentum.

 

(2) Bezahlbarkeit vom Wohnen sichern
Menschen sollen das Wohnen bezahlen können
In Deutschland regelt ein Gesetz die Höhe von der Miete.
Das Gesetz wurde besser gemacht.
Der Vermieter muss zum Beispiel eine höhere Miete begründen.
Die Miete darf nicht viel höher sein als in vergleichbaren Wohnungen.
Das Gesetz stärkt die Rechte von den Mietenden.
Verbesserungen beim Wohn·geld entlasten Menschen mit wenig Einkommen.
Ab 2020 bekommen die Menschen mehr Wohn·geld .
Ab 2022 wird  das Wohn·geld alle 2 Jahre erhöht.
Auch die neue Verbilligungs·richtlinie unterstützt bezahlbares Wohnen.
Städte können Grundstücke günstiger vom Bund kaufen.
            Zum Beispiel: Preis·nachlass bei Sozialem Wohnungs·bau.

 

(3) Senkung der Bau·kosten und genug Fach·kräfte haben
In Deutschland sind die Bau·kosten für Wohnungen zu hoch.
Anbieter können nur schwer günstigen Wohn·raum schaffen.
Deshalb sollen mehrere Maßnahmen die Bau·kosten senken.
Die Maßnahmen sind zum Beispiel:
  • 1-mal geplante Gebäude immer wieder bauen
  • Schnellere Abgabe vom Bau·antrag über den Computer
  • Oder weniger Kosten durch gleiche Bau·regeln.
Wichtig für mehr Wohnungen ist:
  • Es müssen genug Fach·kräfte für das Bauen da sein.
  • Genug Menschen entscheiden sich für einen Bau·beruf.
  • Und Unternehmen stellen genug Fach·kräfte für das Bauen ein.
Gute Bedingungen schaffen zum Beispiel:
  • Das Gesetz für die Einwanderung von Fach·kräften.
  • Und die Überarbeitung der Verordnung:
                Berufs·ausbildung in der Bau·wirtschaft.

 

(4) Bau·land bereit·stellen und Bau·land entwickeln
Für den Bau von Wohnungen brauchen wir genug Bau·land.
Im Moment gibt es zu wenig Bau·land.
Deshalb ist Bau·land teuer.
Und die Preise für die Häuser sind hoch.
Neue Regeln im Bau·gesetz sollen helfen:
            Städte können leichter neues Bau·land anbieten.
            Alle Beteiligten sollen beim Bauen gut zusammen·arbeiten.

 

 3.       So ist die Internet·seite aufgebaut

 
Diese Internet·seite hat 3 Haupt·bereiche.
Zu jedem der Bereiche gibt es oben einen Verweis:
  • Wohnraum·offensive
  • Themen
  • Aktivitäten.
 
Auf der Start·seite sehen Sie ein großes Bild.
Neben dem Bild finden Sie 2 aktuelle Themen.
Unter dem Bild stehen erste Infos zur Wohnraum·offensive.
Rechts finden Sie 3 Verweise:
  • Die nächsten Veranstaltungen zum Thema
  • Den Newsletter für regelmäßige Infos als E-Mail.
  • Und den Download-Bereich zum Herunter·laden von Dateien.
Unten finden Sie weitere Verweise zu den 3 Haupt·bereichen.
Oben im Bereich Wohnraum·offensive sind die Verweise:
  • Wohn·gipfel
  • Fakten zum Wohnungs·markt
  • Bündnis für bezahlbares Wohnen und Bauen.
Oben im Bereich Themen sind 5 Verweise zu den Maßnahmen:
  • Investive Impulse
  • Bezahlbarkeit sichern
  • Bau·land aktivieren
  • Bau·kosten senken
  • Forschung.
Oben im Bereich Aktivitäten finden Sie weitere Verweise:
  • Aktuelle und frühere Veranstaltungen
  • Veröffentlichungen mit Dateien zum Herunter·laden
  • Eine Projekt·datenbank mit guten Ideen zur Stärkung von Bau·vorhaben
  • Anfragen von Abgeordneten an die Bundes·regierung
  • Infos zu Corona-Hilfen beim Wohnen und Bauen.
Ganz oben finden Sie:
  • Den Newsletter für regelmäßige Infos als E-Mail
  • Die Kontakt·daten.
Ganz unten finden Sie:
  • Das Impressum: Wer verantwortet den Inhalt von der Internet·seite?
  • Infos zum Daten·schutz

 

4.        Kurze Infos über Wohn·geld  und Kosten von der Unterkunft

 
Wohn·geld
Das Wohn·geld ist nach dem Gesetz eine soziale Leistung.
Sind bestimmte Bedingungen erfüllt?
Dann bekommt die Person einen Zuschuss zur Miete.
Oder die Person mit Eigentum bekommt einen Zuschuss zu den Wohn·kosten.
Bekommt eine Person bereits einen anderen Zuschuss zum Wohnen?
Zum Beispiel eine Grund·sicherung.
Dann bekommt die Person kein Wohn·geld mehr dazu.
Wer hat einen Anspruch auf Wohn·geld?
Und wie hoch ist das Wohn·geld?
Nach einem Antrag rechnet die Wohn·geld·behörde aus:
So viel Wohn·geld bekommt der Antrag·steller.
Zum Beispiel kommt es darauf an:
  • Wie viel Einkommen hat der Mensch?
  • Wie viele Menschen wohnen im Haushalt?
  • Wie hoch ist die Miete?
Sie möchten Ihr Wohn·geld ausrechnen?
Dazu finden Sie im Internet den Wohn·geld·rechner.

 

Kosten von der Unterkunft
Sind die Wohn·kosten unter einer bestimmten Höhe?
Und ein Mensch bekommt Arbeitslosen·geld 2 oder Grund·sicherung?
Dann bezahlt der Staat die vollen Wohn·kosten.
Der Staat bezahlt die Kosten von der Unterkunft zusätzlich zum Regel·satz.
Im Regel·satz sind die Leistungen zur Sicherung vom Grund·bedarf.
Zum Beispiel: Lebens·mittel, Kleidung oder Körper·pflege.
Der Staat bezahlt die Wohn·kosten bis zu einer Ober·grenze.
Die Beträge hängen vom Wohn·ort ab.
Und die Beträge hängen von der Personen·zahl im Haushalt ab.
Job·center und Sozial·ämter übernehmen die Kosten.

 

5.        Kurze Infos zu Förder·maßnahmen zur Bildung von Wohn·eigentum

 
Der Bund fördert die Bildung von Wohn·eigentum.
Der Bund bietet verschiedene Förderungen an.
 
Bau·kindergeld
Für Bau·kindergeld muss die Familie bestimmte Bedingungen erfüllen.
Dann fördert der Staat das Kaufen oder Bauen mit Bau·kindergeld.

 

Das Einkommen vom Haushalt mit 1 Kind darf höchstens 90 Tausend Euro sein.
Bei jedem weiteren Kind darf das Einkommen 15 Tausend Euro höher sein.
Bei 2 Kindern darf das Einkommen also höchstens 105 Tausend Euro sein.
Ist das Einkommen vom Haushalt mit 1 Kind höher als 90 Tausend Euro?
Dann hat die Familie kein Anrecht auf Bau·kindergeld.
Welche Bedingungen für Bau·kindergeld gibt es noch?
  • Ein Kind unter 18 Jahren muss im selben Haushalt leben.
  • Für das Kind gibt es einen Anspruch auf Kinder·geld.
  • Sie haben nach dem 1. Januar 2018 den Kauf·vertrag unterschrieben.
  • Oder Sie haben nach dem 1. Januar 2018 die Bau·genehmigung erhalten.
  • Das neue Zuhause ist Ihre einzige Wohnung.
Familien mit Kindern und Allein·erziehende müssen das Geld nicht zurück·zahlen.

 

Wie hoch ist das Bau·kindergeld?
Beispiel bei 1 Kind:
Der Zuschuss ist insgesamt 12 Tausend Euro für jedes Kind.
Der Staat zahlt das Bau·kindergeld in 10 Raten aus.
Bei 1 Kind bekommt die Familie jedes Jahr 1.200 Euro.
Nach 10 Jahren sind die Zuschüsse zu Ende.
 
Bauspar·förderung
Der Staat unterstützt das Bausparen für Menschen mit weniger Einkommen.
Der Staat fördert das Kaufen oder Bauen von einem Haus oder einer Wohnung.
Das zusätzliche Geld vom Staat gibt es für Bauspar·verträge.
Spart ein Mensch 7 Jahre lang mit einem Bauspar·vertrag?
Dann zahlt der Staat das zusätzliche Geld danach aus.

 

Förderung durch Wohnungs·bau·prämie
Sie haben ein zu versteuerndes Einkommen von höchstens 35 Tausend Euro?
Oder Sie haben als Ehepaar ein Einkommen von höchstens 70 Tausend Euro?
Dann zahlt Ihnen der Staat 10 Prozent auf den jährlichen Spar·betrag.
Zum Beispiel:
Sie zahlen im Jahr 700 Euro in einen Bauspar·vertrag ein.
Und Sie beantragen erfolgreich die Wohnungs·bau·prämie.
Dann erhalten Sie zusätzlich 70 Euro vom Staat auf den Bauspar·vertrag.
Für Ehepaare gelten auch hier die doppelten Beträge.
 
Förderung durch Arbeitnehmer·sparzulage
Ihr Arbeit·geber bezahlt Ihnen vermögens·wirksame Leistungen?
Das heißt:
            Ihr Arbeit·geber bezahlt Ihnen eine Spar·zulage auf Ihr Bauspar·konto?
Und Sie haben ein zu versteuerndes Einkommen unter 18 Tausend Euro?
Dann gibt Ihnen der Staat 9 Prozent auf höchstens 470 Euro im Jahr dazu.
Die Förderung vom Staat ist also bei gut 42 Euro im Jahr.
Für Ehepaare gelten auch hier die doppelten Beträge.
 
Förderung durch Wohn-Riester
Sie sorgen mit einem bestimmten Riester-Vertrag für das Alter vor?
Und Sie brauchen Ihr angespartes Geld für selbst·genutztes Wohn·eigentum?
Dann nutzen Sie Ihr Riester-Geld schon vor Renten·beginn.
Verwenden Sie Ihr Riester-Geld zum Beispiel zum Kauf einer Eigentums·wohnung.
Dann leben Sie im Alter miet·frei.
Oder bezahlen Sie mit dem Riester-Geld Ihre Schulden für Wohn·eigentum.
Dann leben Sie im Alter schulden·frei.

 

Ev. Johanneswerk gGmbH • Studjo Leichte Sprache • 01/2021

Der Text in Leichter Sprache soll Sie nur informieren.
Der Text in Leichter Sprache ist nur ein Zusatz·angebot.
Der Text gilt für alle Geschlechter.
Und der Text gilt nicht bei einem Richter.

 

Studjo Leichte Sprache hat die Inhalte vom Original·text nach bestem Wissen überarbeitet.
Studjo Leichte Sprache übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit.
Studjo Leichte Sprache übernimmt keine Verantwortung für mögliche Nachteile oder Schäden.
Studjo Leichte Sprache ist nicht verantwortlich für eine falsche Interpretation der Inhalte.
Hinweise zu inhaltlichen Fehlern oder Vorschläge zur Verbesserung nehmen wir gerne entgegen:
E-Mail: leichtesprache.studjojohanneswerkde