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Haus der Statistik

Kategorie: Einzelmaßnahme
Schlagwörter: Beteiligung, Modellprojekt, Neubau
Foto des Wohnblock mit Graffiti an der Hauswand

© empirica

Berlin, Berlin
3.769.495 Einwohner (1)

Wohnungsmarkt
Kappungsgrenze gesenkt und Mietpreisbremse eingeführt (2)

Durchschnittliche Abweichung der Angebotsmiete vom Bundesdurchschnitt 2018:
+40 % (3)

Projektbeschreibung

Nachdem das Haus der Statistik zehn Jahre leerstand und verfiel, soll es nun umfassend saniert werden. In das Kopfgebäude an der Karl-Marx-Allee werden Künstlerinnen und Künstler mit ihren Ateliers, Kulturprojekte und soziale Träger einziehen. In den Gebäuderiegel werden Büroräume für das Finanzamt und das Berliner Immobilienmanagement (BIM) entstehen. In einem zweiten Abschnitt werden mehrere Häuser mit einer Gesamtfläche von 66.000 m2 gebaut. Entlang der Otto-Braun-Straße entsteht das neue Rathaus Mitte mit 64 Metern Höhe. Entlang der Berolinastraße baut die Wohnungsbaugesellschaft Mitte (WBM) rund 300 Mietwohnungen und eine Kita. Die Nettokaltmiete soll bei 50 Prozent der Wohnungen bei 6,50 Euro/m2 liegen. Darüber hinaus sollen zwei Wohntürme mit 47 und 36 m Höhe gebaut werden, in denen teilweise experimentelle Wohnformen getestet werden sollen. Zudem sollen Kitas, öffentliche Plätze, Cafés, Restaurants, Fahrradstellplätze und Sportgelegenheiten geschaffen werden. Mit dem Bau der Neubauten soll 2021 begonnen werden, 2024 sollen die Wohnungen bezugsfertig sein.

Beitrag zur Neubauakzeptanz

Seit Januar 2018 arbeitet die sogenannte Koop5 an der gemeinwohlorientierten Entwicklung des Haus der Statistik. Daran arbeiten die fünf Kooperationspartner – Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen, das Bezirksamt Mitte, die landeseigenen Gesellschaften WBM Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte mbH und BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH sowie die ZUsammenKUNFT Berlin eG –in gemeinsamer Verantwortung. Das integrierte Werkstattverfahren vereint die drei Ebenen Projektsteuerung der Koop5, städtebauliche Planung und Mitwirkung durch die interessierte Stadtgesellschaft. Das Werkstattverfahren begann im September 2018 und fand seinen vorläufigen Höhepunkt im Februar 2019 mit der finalen Entscheidung für den städtebaulichen Entwurf von Teleinternetcafé und Treibhaus. Dieser wird bis 2021 in einen Bebauungsplan überführt, um die neuen Gebäude hinter dem Haus der Statistik errichten zu können. Zu diesem Zweck soll das integrierte Werkstattverfahren weitergeführt werden. Die allgemeine Projektsteuerung und die vertiefende Planung werden durch verschiedenen Formate der Mitwirkung ergänzt. Die WERKSTATT Haus der Statistik ist seit Herbst 2018 die Informations- und Mitwirkzentrale rund um die gemeinwohlorientierte Quartiersentwicklung des Modellprojekts Haus der Statistik. Hier wird im Schaufenster und im persönlichen Gespräch über das Projekt und aktuelle Veranstaltungen informiert.

Weitere Fotos

Foto des Haus der Statistik mit der Karl-Marx-Allee davor
Foto von der Werkstatt vom Haus der Statistik, heute eine Ruine
Mauer des Haus der Statistik, mit Graffiti besprüht

Weiterführende Informationen

https://hausderstatistik.org/

(1) Datenquelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, Stand 31.12.2019

(2) BBSR (2017): Gemeinden mit Mietpreisbremse/Kappungsgrenzenverordnung 

(3) empirica ag (empirica-systeme Marktdatenbank); Kommunen mit weniger als 50 Mietangeboten im Jahr 2018 wurden nicht berücksichtigt

Bildnachweis: © empirica