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Holzhaus von Asuna

Kategorie: Einzelmaßnahme
Schlagwörter: Klimaschutz, Nachverdichtung, Neubau
Frontansicht des Holzhaus von Asuna

© empirica

Leipzig, Sachsen
587.857 Einwohner (1)

Durchschnittliche Abweichung der Angebotsmiete vom Bundesdurchschnitt 2018:
-8 % (3)

Projektbeschreibung

Eine Baugemeinschaft um einen Leipziger Architekten erwarb im Jahr 2014 ein schmales Grundstück  in Leipzig-Lindenau, das durch die frühere Nutzug als Tankstelle Altlasten verseucht war. Im Jahr 2018 errichtete die Baugruppe den ersten Leipziger mehrgeschossigen Holzbau. Abweichend von der Bauordnung genehmigte die Stadtverwaltung die Holzfassade. Für den Brandschutz wurden u.a. Stützen und Träger etwas dicker und das Treppenhaus aus Beton gebaut. Es entstanden vier Wohnungen mit 120 bis 195 m² und variablen Grundrissen in den oberen drei Etagen und eine Gewerbefläche mit 430 m² in den unteren zwei Etagen. Die Dachflächen können als gemeinschaftlicher Raum genutzt werden; derzeit wird dort ein Dachgarten geplant. Durch ein konsequent ökologisches Energiekonzept mit Wärmepumpenanlage, Sonnenkollektoren und Spülwasser aus Regenwassernutzung, erfüllt das Gebäude den KfW-55-Standard. Das Projekt erhielt den Sächsischen Staatspreis für Baukultur für seine nachhaltige Bauweise sowie den 3. Preis beim KfW Award Bauen 2019 in der Kategorie Neubau.

Beitrag zur Neubauakzeptanz

Das Holzhaus von Asuna zeigt, wie private Baugruppen trotz schwieriger Voraussetzungen mit innovativen Konzepten einen wichtigen Beitrag zur Stadtentwicklung leisten können. Die Akzeptanz wird durch den baukulturellen Mehrwert und die nachhaltige Stadtreparatur gesteigert.

Weitere Fotos

Gebäude von hinten mit Blick auf Balkone
Holzfassade und Ladenfenster von der Straße aus
Holzfassade

Weiterführende Informationen

KfW Stories (2019): Urbanes Tortenstück

Deutscher Nachhaltigkeitspreis (2019): Baugemeinschaft Z8

BauNetz (2019): Sächsischer Staatspreis für Baukultur 2019

(1) Datenquelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), Genesis-Online; Datenlizenz by-2-0, Stand 31.12.2018

(2) BBSR (2017): Gemeinden mit Mietpreisbremse/Kappungsgrenzenverordnung.

(3) empirica ag (empirica-systeme Marktdatenbank); Kommunen mit weniger als 50 Mietangeboten im Jahr 2018 wurden nicht berücksichtigt.

Bildnachweis: © empirica