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Innenentwicklungsmanagement Solingen

Visualisierung eines Plakats mit der Headline: „Mensch, wir starten die Wohnbauoffensive“. Dieses lädt zu einem Auftakt Forum der Solinger Wohnbauoffensive ein.

© Stadt Solingen

Solingen, Nordrhein-Westfalen
163.183 Einwohner (1)

Durchschnittliche Abweichung der Angebotsmiete vom Bundesdurchschnitt 2018:
-7 % (3)

Projektbeschreibung

Durch Wanderungsgewinne und den Rückgang von Mietpreisbindungen geförderter Wohnungen besteht in Solingen Handlungsbedarf für die Neuausrichtung der Wohnungsmarkt- und Baulandpolitik. Potenzialflächen für den Wohnungsbau werden in Solingen bereits seit zehn Jahren im Rahmen des Baulandmanagements erfasst. Im Jahr 2016 wurde zudem ein Brachflächenkataster erstellt. Die Informationen werden nun im Wohnbaulandkataster zusammengeführt und veröffentlicht. Den Start machen hier Wohnbaupotenziale im unbeplanten Innenbereich. Mithilfe des Katasters können sich private Grundstückseigentümerinnen und -eigentümer sowie Bauinteressenten über die Potenziale im Stadtgebiet informieren und über die Stadtverwaltung Kontakt zueinander aufnehmen.

Zudem wurde das verwaltungsinterne Arbeitsteam „Innenentwicklung“ gebildet, um weitere Potenzialflächen zu identifizieren und die bereits bekannten Flächen zu bewerten. Für ausgewählte Flächen werden anschließend individuelle Mobilisierungsstrategien erarbeitet. Dies umfasst z.B. die Überprüfung der bestehenden planungsrechtlichen Situation, die zielgerichtete Eigentümeransprache oder die Erarbeitung städtebaulicher Ideen und Konzepte.

Beitrag zur Neubauakzeptanz: 

Die Aktivitäten werden durch eine zielgruppenspezifische Öffentlichkeitsarbeit begleitet. Neben der Akzeptanzschaffung für Wohnungsbau in der Innenentwicklung sollen so Bauinteressenten, Investorinnen und Investoren sowie Grundstückseigentümerinnen und -eigentümer zusammengebracht werden. Eine breit angelegte Kommunikationsstrategie – die „Wohnbauoffensive Solingen“ - soll eine gewisse „Mitmachbereitschaft“ erzeugen und das Thema positiv in der Stadtöffentlichkeit platzieren. Aus Sicht der Stadt Solingen hat sich eine transparente, eigentümerbezogene Ansprache, die im Vorfeld auf mögliche Sorgen eingeht, als sehr hilfreich erwiesen. Speziell auf die Zielgruppen zugeschnittene Beratungsformate über das bekannte Angebot hinaus (bspw. abendliche Info-Märkte für Grundstückseigentümer) werden sehr gut angenommen und von den privaten Eigentümerinnen und Eigentümern als äußerst hilfreich bewertet.

Weitere Fotos

Abbildung der Systematisierung der Solinger Wohnbaupotenziale durch farbliche Unterteilung der Flächen.
Graphische Abbildung der inhaltlichen Verzahnung der Innenentwicklungsprozesse. Es wird dargestellt wie das System zwischen politischen Gremien, der Bauleitplanung sowie der Management Systeme verzahnt ist.
Darstellung eines Kreisdiagramms. Dieses zeigt die Anzahl der Potenzialflächen nach Potenzialtypen für Solingen an. Es gibt gleichzeitig eine Handlungsempfehlung für die Aktivierung.

Weiterführende Informationen

https://www.solingen.de/de/inhalt/wohnbaulandkataster/

wohnbauoffensive-solingen.de

BBSR (2019): Aktivierung von Innenentwicklungspotenzialen in wachsenden Kommunen. Ein ExWoSt Forschungsfeld. In: ExWoSt-Informationen 51/2. 

(1) Datenquelle: Bevölkerungsvorausberechnung Stadt Solingen 2018-2040, Statistikstelle Solingen, Stand Mai 2019

(3) empirica ag (empirica-systeme Marktdatenbank); Kommunen mit weniger als 50 Mietangeboten im Jahr 2018 wurden nicht berücksichtigt.

Bildnachweis: © Stadt Solingen