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Hublandgelände

Kategorie: Stadtquartier
Schlagwörter: Konversion, Neubau, Quartiersentwicklung
Luftsicht auf die Stadt Würzburg. Das Hublandgelände ist durch viele Grünflächen und Wohnsiedlungen gekennzeichnet.

© Nürnberg Luftbild, Hajo Dietz

Würzburg, Bayern
126.635 Einwohner (1)

Wohnungsmarkt
Kappungsgrenze gesenkt und Mietpreisbremse eingeführt (2)

Durchschnittliche Abweichung der Angebotsmiete vom Bundesdurchschnitt 2018:
+37 % (3)

Projektbeschreibung

In Würzburg wird seit 2008 die zivile Nachnutzung der ehemaligen Leighton- Barracks, einem amerikanischen Militärgelände, durch eine integrierte Planung vorangetrieben. Auf dem 95 ha großen "Hublandgelände" soll bis 2025 Wohnraum für rund 4.500 Menschen entstehen. Das Areal wurde für die weitere Planung in sieben Einzelquartiere unterteilt. In den Quartieren 1 bis 5 sollen vorrangig Wohngebäude entstehen. Das Quartier 6 bietet Wohnraum sowie Gewerbe- und Forschungseinrichtungen in direkter Nachbarschaft zur Universität. Im Quartier 7 entsteht ein Gewerbegebiet für Unternehmen aus der Forschungs- und Entwicklungssparte, die die räumliche Nähe zur Universität suchen. Die Wohnquartiere sehen Flächen für Einfamilien-, Doppel- und Reihenhäuser sowie unterschiedliche Bauformen für den Geschosswohnungsbau vor, darunter Würzburgs erste mehrgeschossige Wohngebäude in Holzbauweise.
Mit einem Bündel an Maßnahmen wie verschiedenen Grundstücksgrößen, einem breiten Angebot an Bautypologien sowie Vergabearten (Investorenangebotsverfahren, Losverfahren, Preisangebot mit Verpflichtung zu Wettbewerb oder Mehrfachbeauftragung) wird ein vielfältiger Stadtteil geschaffen. Im ersten Bauabschnitt gilt eine Quote von mindestens 15 Prozent geförderten Wohnungen im Geschosswohnungsbau, im zweiten Bauabschnitt von 30 Prozent. Die Bayerische Landesgartenschau 2018 war Impuls und Motor der Entwicklung. Die Freiflächen der Landesgartenschau wandelten sich hin zum öffentlichen Stadtteilpark mit Anziehungskraft für die ganze Umgebung.
Die notwendige Infrastruktur wird als „Stadt der kurzen Wege“ umgesetzt. In einem ehemaligen Flugzeughanger entstand ein Nahversorgungszentrum, der ehemalige Flugplatz-Tower wurde zum neuen sozialen „Treffpunkt Tower“ revitalisiert und beherbergt seit 2019 die neue Stadtteilbücherei. Weitere Infrastrukturangebote wie eine KiTa mit Hort, ein Kindergarten, ein offener Jugendtreff und ein Familienstützpunkt sind in der Entwicklung.

Beitrag zur Neubauakzeptanz: 

Von Anfang an hatte die Beteiligung einen hohen Stellenwert. Erste Ideen und Konzepte für das Hublandgelände wurden bereits 2008 in mehreren Bürgerplanwerkstätten erarbeitet. Diese wurden 2009 im städtebaulich-landschaftsplanerischen Ideenwettbewerb in räumliche Konzepte umgesetzt und darauf aufbauend der Rahmenplan 2010 beschlossen. Auch im Wettbewerb fand eine Rückkoppelung mit den Bürgerinnen und Bürgern statt. So wurde das Gelände mehrmals gemeinsam besichtigt und die Planungen wurden vor Ort überprüft. Weitere Veranstaltungen fanden z. B. zum Thema Energie statt. Während der Bauphase wurden Baustellenführungen angeboten.
Der Rahmenplan (Stand März 2019) sichert die übergeordneten räumlichen Ziele wie die Grünvernetzungen und die Freiräume. Er verdeutlicht die Erschließung und wo mit welchen Baustrukturen gebaut werden kann.

Weitere Fotos

Kartenansicht der Stadt Würzburg. Bebauungsflächen und Gebäude sind in Grau gekennzeichnet. Die umliegenden Wälder haben eine grüne Farbgebung .
Frontalansicht auf eine Hotelanlage im modernen Stil. Im Vordergrund ist eine flacher Springbrunnen mit Fontäne neben einer Landebahn zu sehen.
Ansicht auf einen strahlend weißen Turm, den „Tower“ Würzburgs. Auf der Aufsichtsplattform tummeln sich einige Menschen.
Luftbild einer Neubausiedlung, bei der momentan Baumaßnahmen durchgeführt werden. Neben Grünflächen erstreckt sich eine neue Häuserlandschaft.

Weiterführende Informationen

www.wuerzburg-hubland.de

https://www.wohnen-in-hubland.de/

(1) Datenquelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, Stand 31.12.2019

(2) BBSR (2017): Gemeinden mit Mietpreisbremse/Kappungsgrenzenverordnung 

(3) empirica ag (empirica-systeme Marktdatenbank); Kommunen mit weniger als 50 Mietangeboten im Jahr 2018 wurden nicht berücksichtigt

Bildnachweise: Foto 1: © Nürnberg Luftbild, Hajo Dietz; Foto 2-5: © Stadt Würzburg